Mittwoch, 7. Juli 2010

Nur noch 1 Monat und 21 Tage Freiwilligendienst in Benin…

Nach den großen Projektphasen unserer Zeitung, ist mittlerweile Ruhe eingekehrt. Meine Chefs befinden sich quasi am Ende ihres Mandats (Ende August sind „Wahlen“), einige kommen dadurch auch nur noch besuchsweise in der Redaktion vorbei und manchmal muss ich geradezu auf Arbeitssuche gehen. Während der starken Regenzeit die letzten beiden Monate konnte man manchmal kaum aus dem Haus und somit war auch die Redaktion verschlossen. Einige Viertel Cotonous waren und sind bis heute überschwemmt. Als ich am vorletzten Wochenende den Fehler machte, durch den Starkregen in das von der Überschwemmung am meisten betroffene Viertel zu fahren, sah ich eine Unzahl Motorräder sich durch die Fluten kämpfen. Ehe ich mich versah, war auch ich mit meinem Zém mittendrin, der Motor fiel aus und wir mussten laufen, oder besser gesagt waten. Das schlimmste an diesen Überschwemmungen ist jedoch, dass sehr viele Familien betroffen sind, deren Häuser kaum noch bewohnbar sind. Nachts können die Menschen nicht mehr schlafen und gleichzeitig entstehen durch das nicht abfließende Wasser viele Krankheiten.

Auf dem Campus tobt nach wie vor das Leben: Die Studenten sind tagsüber in den Prüfungen und abends am feiern auf dem Sportplatz direkt vor unserer Wohnung, und die Institutionen und Interessenverbände versuchen, sich gegenseitig auszuspielen und führen Kleinkriege.
Der besondere Fall der Wahlen bei der UNEB, in welche meine Zeitung (un)freiwillig verstrickt ist, sollte jedoch an dieser Stelle etwas näher ausgeführt werden. Auf dem Campus gibt es drei verschiedenen Studenten-Gewerkschaften, zwei, die bekanntesten und ehemals politisch gegeneinander ausgerichteten, haben auch ihre eigene Zeitung. Die FNEB gründete damals den Héraut und die etwas später entstandene UNEB gründete vor 15 Jahren den Révélateur, die seitdem einmal pro Monat erscheinen. Mittlerweile, unter dem Mandat des Präsidenten YAYI Boni, haben sich beide Gewerkschaften zu Regierungsstützen entwickelt, bzw. wurden zu Anhängern der Regierungspolitik gemacht. Wie so etwas funktioniert, muss man ja nicht weiter erklären, aus Sorge um die eigene Gesundheit sollte man mit Thesen, für die man keine Beweise hat, auch besser vorsichtig sein. Schade ist diese Tatsache aber deshalb, weil eine Gewerkschaft dafür da sein sollte, sich für die Interessen der Studenten einzusetzen, welche vom Bildungsministerium nicht zwingend vertreten werden. Die Gewerkschaft ist in diesem Falle in der Zwickmühle: für die Studenten hieße gegen den Minister. Ich denke, dass deshalb in diesem Jahr von den Gewerkschaften fast keine einzige Aktion durchgeführt wurde, die den Studenten beim Meistern der schwierigen Bedingungen wirklich geholfen hätte. Die Mehrzahl der Uni-Akteure und auch die Unipresse sind daher recht unzufrieden, offiziell äußert sich jedoch niemand.
Die UNEB ist nun in den Wahlen und da der Révélateur ideologisch an diese Gewerkschaft gebunden ist, hat sich meine Administrationssekretärin als Schatzmeisterin aufstellen lassen und der oberste Chef meiner Zeitung wurde zum Organisator der Wahlen erklärt. Nun begab es sich aber, dass am Ende der Wahlen, bei welchen man zwischen zwei Listen entscheiden konnte, Urnen gestohlen wurden, Ergebnisse unklar waren und die am Ende als siegreich erklärte Liste von der anderen und auch vom aktuellen Präsidenten der UNEB nicht anerkannt wurde. Das letzterer den Siegern nicht seinen Posten überlassen will, liegt wohl daran, dass er den gegnerischen Kandidaten unterstützt. Dies bedeutet: Unzufriedenheit, die vor Gewalt keinen Halt macht. Mein Chef, als gescheiterter Organisator, konnte daher einen Monat lang unsere Redaktion nicht mehr betreten und wurde seither von Bodyguards begleitet, was hinsichtlich der Drohungen von Seiten der Verlierer nicht unbegründet war. Obwohl dies alles nunmehr über einen Monat her ist, steht bis heute kein Nachfolger fest, zirkulieren bis heute Zettel auf dem ganzen Campus, welche die jeweils andere Seite beleidigend zum Aufgeben zwingen wollen. Und wieder ist die UNEB in der Krise, wie jedes Jahr.
Was ich daran so exemplarisch finde, ist das gegenseitige Misstrauen innerhalb einer Institution und die Politik, die hinter jeder Entscheidung steht. Dass eine ganze Zeitung nicht darunter leiden sollte, wenn eine Gewerkschaft nicht einmal in sich selbst harmonisch ist, dass wir uns unter Studenten befinden, den Intellektuellen, welche die Basis der Demokratisierung darstellen sollten, anstatt Gewalt anzuwenden, sehen die wenigsten ein. Man fragt sich: Wie möchte diese Gewerkschaft, die mehr mit sich selbst beschäftigt ist, als mit den Studenten, die Interessen letzterer aktiv vertreten? Eine Gewerkschaft, die jedes Jahr wieder die gleichen Probleme erlebt, weil generell meist der Verlierer versucht, die Macht an sich zu reißen. Letztes Jahr sogar mit Erfolg. Handeln, je nachdem wie viel Geld man dafür bekommt, gefälschte Wahlen und Gewalt, all das hindert die Universität daran, sich zu entwickeln. Wir sollten lernen, den Egoismus aufzugeben und uns für die Sache selbst engagieren, denn häufig ist es die Sache, die später den Erfolg bringt, die Gemeinschaft die stark ist, und nicht der einzelne.
Ich habe nie eine Gesellschaft gesehen, die gläubiger war, als die, in der ich gerade lebe. Jesusbilder in den Zimmern, auf den Handys, „Gott-sieht-alles“-Autokennzeichen und Kirchen überall. Jeder Christ hat eine Bibel auf dem Nachttisch liegen und betet mindestens einmal am Tag.
Und dennoch sind die gleichen Menschen fähig, sich wegen einer kleinen Gewerkschaftswahl Morddrohungen zu schicken. Wo ist die Moral?

Montag, 10. Mai 2010

Club Ecologique







Ein Umweltprojekt für Benin

Die Umweltsituation an der Universität von Benin ist verheerend. Mangels der Verfügbarkeit von Mülleimern, aber auch aufgrund des fehlenden Bewusstseins der Studenten, verkommt die ehemals vielfältige Natur des Campus allmählich zu einer exorbitanten Müllhalde. Nicht nur die Studenten, sondern auch die Verkäuferinnen von Essen lassen Plastikmüll auf den Boden fallen, ohne sich darüber bewusst zu sein, dass dieser Jahrzehnte benötigen wird, um zu verrotten. Der eigentlich obligatorische Erhalt einer schwarzen Plastiktüte bei jedem Einkauf verschlimmert die Lage. Der Campus ist überschwemmt von schwarzen Tüten, da die Studenten diese nicht wiederverwenden. Damit es am nächsten Tag wieder möglich ist, sich zumindest auf den Wegen, ohne sich an die Schuhe heftende Plastiktüten zu bewegen, brennen Gartenarbeiter täglich ganze Müllberge in der offenen Natur nieder. Dies führt nicht nur zu Krankheiten bei den Studenten, sondern schadet auch dem Weltklima.
An dieser Universität absolviere ich gerade einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst im Rahmen des weltwärts-Programms mit dem Deutschen Entwicklungsdienst. In Folge meiner Eindrücke habe ich mich entschieden, neben meinem eigentlichen Projekt bei der Universitätspresse ein Umweltprojekt zu starten. Der von mir gegründete Umweltclub hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, den Studenten durch Sensiblisierungsaktionen den Reflex Müll-Mülleimer anzueignen, ebenfalls aber dafür zu sorgen, den Studenten Mülleimer, welche momentan nicht auf dem Campus vorhanden sind, zur Verfügung zu stellen.


Wie wir arbeiten

Unsere Umweltgruppe, welche seit Januar diesen Jahres im Einsatz ist, trifft sich einmal pro Woche und entwickelt Strategien zur Sensibilisierung der Studenten und Verkäuferinnen, arbeitet an der Etablierung von Partnerschaften mit Umweltorganisationen, die uns helfen könnten, den Müll umweltfreundlich zu entsorgen, und recherchiert nach Sponsoring-Möglichkeiten. Neben unseren Treffen, finden sich einzelne Gruppen zusammen, so beispielsweise die Gruppe “Umweltpolizei”, die anschließend unsere Überlegungen in die Tat umsetzen, Flugblätter verteilen, Müll sammeln, usw.

Was Sie tun können

Helfen Sie uns, der Universität Benins Mülleimer zukommen zu lassen, damit uns die Möglichkeit gegeben wird, unsere Sensibilisierungsarbeit Früchte tragen zu lassen. Schon mit 15€ können wir einen Mülleimer kaufen und somit unseren Teil zum Umweltschutz beitragen.

Spendenkonto: Empfänger: Dkb-AG
Kto: 1 999 333
Blz: 120 300 00
Verw.zweck: 4998 9700 7207 3141 Nicola Grellmann

Montag, 12. April 2010

Kein Platz für die Studenten oder: Python schmeckt gut

Die Universität von Abomey-Calavi hat dieses Jahr 75.000 Studenten, sie ist somit die größte Uni Benins. Leider hatte der Rektor dieses Ortes des Wissens nicht bedacht, dass er bei weitem nicht genung Hörsäle, geschweige den Professoren zur Verfügung stellen können würde. Dies führt dazu, dass, nachdem der Unterricht für die meisten am 1. März begonnen hat (Rentrée ist offiziell eigentlich am 1. November), die Studenten keinen wöchentlichen Stundenplan bekommen können. Das neue System heißt: eine Woche Unterricht, dann eine Woche Pause, damit die anderen in die Räume können. Die Konsequenzen dieser Entscheidung tragen wieder einmal die Studenten. Leider kommt hinzu, dass in der Zeit, in welcher man seine Kurse besucht, der Professor sich häufiger mal entscheidet, nicht aufzutauchen und die Studenten dann enttäuscht wieder nach Hause gehen. Das ganze Chaos hat letzte Woche schließlich so weit geführt, dass die Studenten der Wirtschaftsfakultät die eigens für sie gebauten Räume ihren Kameraden der technischen Fakultät nicht bereitstellen wollten. Aufgrund der Tatsache, dass Studenten einiger Fächer zu Jahresbeginn für ihren Wirtschaftsstudiengang 100.000 Franc CFA (150€) zahlen mussen, was für einen beninischen Studenten eine sehr gewagte Summe ist, fordern diese ein, in der Raumfrage privilegiert zu werden. Denn die Techniker haben nichts gezahlt, sollen am Ende aber die gleichen Rechte bekommen. Es stellt sich für mich die Frage, ob man die studentische Solidarität über jenen Egoismus stellen sollte, welcher jedoch gerade bei hiesigen Verhältnissen meines Erachtens sehr berechtigt ist. Der Rektor unserer Uni ist anderer Meinung. Nachdem letzte Woche die Gewalt zwischen den beiden Fakultäten zu eskalieren drohte, schickte Awanou ein weiteres Mal Polizeikräfte vor die Hörsäle und erklärte in einer feurigen Ansprache, er sei bereit, diese zum Schutze der Technikstudenten auch für das ganze Jahr zu engagieren.
Ich denke, all diese Probleme, welche hier entstehen, sind durch die undurchdachte Planung und Organisation zu begründen. Eine Universität kann nur ihren Kapazitäten gemäß Studenten aufnehmen, andernfalls haben zwar 75.000 Menschen eine halbfertige Ausbildung, doch wie wollen diese später erfolgreich Arbeit finden ? Ist es nicht besser, anderen, die ein schlechtes Abi haben, eine Ablehnung zu schicken (wobei zu erwähnen ist, dass es noch andere Unis in Benin gibt, die freie Plätze haben), somit aber den Angenommenen eine hundertprozentige Ausbildung zu garantieren ? Die Idee eines Aufnahmetests, welche ich letzte Woche innerhalb einer Debatte in meiner Redaktion einbrachte, wurde jedenfalls mit etwas Empörung, dennoch aber Verständnis aufgenommen. Wir haben entschieden, darüber sogar einen Artikel zu schreiben, vielleicht liest in der Rektor und lässt sich überzeugen...


Seit nunmehr fast einer Woche bin ich die einzige Freiwillige an dieser Uni. Nachdem ich Lina letzten Donnerstag nach einer dreiwöchigen tollen Reise durch Benin zum Flughafen begleitet habe, musste ich ein weiteres Mal am Freitag zu diesem Ort der großen Abschiede, denn auch Noemi ist nach Deutschland zurück geflogen. Als letzte Verbleibende kann ich mich jetzt komplett meiner Arbeit widmen, muss mich jedoch erstmal wieder an den neuen Zustand des Alleine-Wohnens gewöhnen. Bisher klappt es wirklich gut, ich habe eigentlich immer Freunde um mich herum oder aber bin in der Redaktion, denn wir befinden uns in einer Phase der großen Projekte. Nachdem wir vor ein paar Wochen das Projekt "Presse, Frauen und Entwicklung" beendet haben, kommt Ende April schon der Kampf gegen Gewalt gegen Frauen. So kommt es auch ab und an vor, dass ich bis nachts in der Redaktion bleibe, was ich aber freiwillig und gerne tue, weil die Arbeit riesigen Spaß macht.
Zudem muss ich meinen Karrieresprung beim Révélateur bekannt machen :-) Ich bin jetzt "Correctrice", d.h. selbst mein oberster Chef muss mir seinen Artikel zeigen und ich werde ihn auf Fehler überprüfen, bevor dieser in der Zeitung publiziert wird. Die Ernennung war mehr pro forma, denn ich habe diese Arbeit schon vorher gemacht, aber ein wenig geehrt fühle ich mich dennoch. Hier einen offiziellen Posten zu bekommen bedeutet übrigens, nicht mehr mit seinem eigenen Namen angesprochen zu werden: man nennt mich in der Redaktion nur noch Correctrice, naja, man gewöhnt sich daran :-)

Die letzten Wochen waren wirklich turbulent: zuerst hatten wir für 3 Wochen eine Freiwillige aus Togo bei uns wohnen, welche aufgrund der bestehenden Gefahr während der Wahlen aus ihrem Einsatzland evakuiert worden ist, und dann fiel für eineinhalb Wochen das Wasser aus. Das hieß für uns, jeden Abend zu Freunden fahren, um sich duschen zu können, auf dem Rücken riesige Rucksäcke mit Flaschen zum Auffüllen, nicht mehr kochen, nicht mehr Wäsche waschen... naja, und auch die Toilettenbenutzung ist bei Wasserausfall schwierig. Nebenbei sind wir dann auch endlich in unsere richtige kleine Wohnung gezogen, in welcher wir eigentlich schon seit November wohnen sollten und dort gab es zum Glück auch wieder Wasser. Aber so ist das Leben hier an der Uni.

Ansonsten läuft unser Umweltprojekt allmählich gut an und wir sind dabei, das erste Partenariat mit einer ONG zu gründen, die sich um die umweltfreundliche Entsorgung des Mülls auf dem Campus kümmern möchte. Als ich letzte Woche die Zusage des Direktors der ONG bekommen habe, war ich sehr sehr glücklich, das wäre ein kleiner Schritt im Kampf gegen den Klimawandel und auch für unsere Gesundheit.
Das bedeutet für mich jetzt: noch mehr arbeiten, denn ich muss versuchen, den Umweltclub und den Révélateur unter einen Hut zu bekommen. Um hier als Institution überhaupt Respekt entgegengebracht zu bekommen, muss man auch einen Vorstand wählen, was wir gestern gemacht haben. Ich bin also auch noch Präsidentin des Clubs, eine Aufgabe, an die man sich erst einmal gewöhnen muss, vor allem weil hier, wenn man der oberste Chef ist, der Respekt, welchen man entgegengebracht bekommt, enorm ist.

Ostern habe ich wieder einmal, wie auch schon Weihnachten, in Dassa verbracht. Unser Tutor Marcel hat uns dort zum Tanzen in den Hügeln Dassas eingeladen und...... zum Schlange essen. Das wäre somit das zweite außergewöhnliche Mahl, nachdem ich vor ca. einem Monat Hund probiert habe. So schlimm war es nicht, aber Python schmeckt eindeutig noch besser ;-)

Donnerstag, 28. Januar 2010

Neues vom Campusleben

Lange ist´s her, ich weiß...
Mein erstes Weihnachten fernab von Familie und Freunden ist passé und ich werde wohl allmählich erwachsen. Es bleibt keine Wahl, man muss sowohl lernen, selbst bei Malaria keine Mama um sich zu haben, die für einen kocht, als auch alle anderen Probleme, die sich in einem Entwicklungsland so stellen, zu bewältigen.
Da sind die ganz alltäglichen WG-Schwierigkeiten, der immer wieder sich sanft bermerkbar machende Kulturschock und die gegebenen Lebensbedingungen, die mir nicht immer einen Zugang zu Wasser und Internet gestatten. Nebenbei haben wir es noch immer nicht geschafft, die Mäuse in unserem Bad zu töten, da diese sich viel zu schnell vermehren.
Und trotz meines Lebens hier, welches recht vergleichbar mit einer schlechten Szene aus GZSZ ist, bin ich unglaublich gerne in Benin.
Über die Feiertage haben wir wieder einmal eine Reise in den Norden gemacht, dieses Mal jedoch in den äußersten Norden, in den Pendjari Nationalpark. Nicht nur, dass wir äußerst nahe an Elefantenherden und Büffel herangefahren sind, wir hatten auch das seltene Glück aus fünf Meter Entfernung ein Löwenpärchen zu beobachten. Dieses war darüber so wenig erfreut, dass der Löwe Anstalten machte, unser Auto anzugreifen, ich hatte selten soviel Angst. Ganz Naturliebhaber, die wir sind, haben wir die Nacht auch nicht im Hotel verbracht, sondern auf dem hauseigenen "Campingplatz", welcher weder abgeschirmt ist, noch über Toiletten oder Duschen verfügt. Nachdem uns einige beninische Schüler geholfen hatten, unser Abendessen auf dem Feuer zuzubereiten, wurde ein weiteres für die Nacht entfacht, welches uns gegen wilde Tiere schützen sollte... Man merkt auch, dass der Norden Benins bereits zur Sahelzone gehört, denn die Kälte der Nacht kroch uns bis in die Knochen.
Silvester hingegen haben wir am Strand in der Nähe von Cotonou verbracht und zu Reggae-Musik im Sand getanzt.

Zurück auf dem Campus hat sich seit Januar einiges geändert. Die Studenten strömen in Scharen täglich an die Uni, kulturelle und sportliche Aktivitäten sind bereits voll im Gange, nicht aber der Unterricht. Nach dem aktiven und nicht gewaltfreien Streik der Studenten, sind nun die Professoren auf die Barrikaden gegangen. Sie fordern mehr Lohn und drohen dem Staat mit einem Jahr gänzlich ohne Vorlesungen, wenn ihre Forderungen nicht bewilligt werden. Unter den Studenten macht sich allmählich Unzufriedenheit breit, denn diese haben seit dem eigentlichen Studienbeginn Mitte Oktober keinen einzigen Kurs besuchen können und verbringen ihre Zeit hauptsächlich mit Warten. In der Redaktion hingegen gibt es ausreichend zu tun. Meine Zeitung beginnt ihre jährlichen Projekte zum Thema Frauen und Presse zu planen und dank meines Statusses als Emanze möchte mein Chef mich zu großen Teilen in die Vorbereitungen mit einbeziehen. Kürzlich sagte einer meiner Chefs zu mir:"Du bist ja trotz deines Atheismus und obwohl deine Eltern geschieden sind gut erzogen und sehr sozial. Aber du bist viel zu emanzipiert!"
Ich stelle letztlich eigentlich nur fest, dass die Männer große Angst vor der Emanzipation haben. Nicht selten erzählen sie mir, dass die Frauen, gibt man ihnen zu viele Rechte, diese gegen die Männer missbrauchen werden. Wahrscheinlich wissen die Männer auch hier nur zu gut, dass die Frauenwelt sich ohne sie bestens organisieren könnte, deshalb verweigern sie diesen, von ihren Freiheiten gebrauch zu machen. Sonst wäre das Leben für die Herren der Schöpfung weitaus unangenehmer. Traurig macht mich nur, wenn die Männer vor mir beginnen, über die Dummheit der Frauen zu reden und sich quasi beschweren, dass diese ja zur Emazipation gar nicht fähig seien. Sie verstehen leider nicht, dass sie die kompletten Strukturen des Landes zur Ohnmacht und Unwissenheit der Frauen beitragen. So hatte ich letztens die Ehre, an der Verleihung des Preises "Miss Jungfrau" teilzunehmen. Bei diesem Großereignis wurden alle Mädchen, die noch Jungfrau sind, selbstverständlich nach erfolgter ärztlicher Überprüfung, für deren Abstinenz ausgezeichnet. Eine Beamtin des Bildungsministeriums lobte in ihrer Eröffnungsrede die jungen Frauen für ihre Willensstärke mit dem Grund, dass die Frau sich dadurch den Respekt des Mannes garantiere und ihre Würde behalte. Wer fragt danach, wie viele One-Night-Stands der Mann vor der Hochzeitsnacht hatte ? Kann man das Desinteresse der Gesellschaft allein mit der Nichtnachweisbarkeit begründen ? Und wie traurig ist es, dass eine Frau den Respekt ihres Mannes dadurch erlangt, dass sie noch Jungfrau ist...?
Diese Worte auch noch aus dem Munde einer Frau zu hören, die die Mädchen bei deren Entscheidung ermutigt, zeigt deutlich, wie fest die Strukturen selbst in den Köpfen des weiblichen Geschlechts verankert sind.

Bei jeder Umfrage, die ich im Namen des Révélateurs auf dem Campus mache, versuche ich vergeblich, eine Frauenquote von 50 % einzuhalten. Davon abgesehen, dass ich dafür sehr lange suchen muss, da schätzungsweise fünf mal so viele Männer wie Frauen studieren, verweigern diese dann auch noch jegliche Aussage. Sie wirken auf mich sehr eingeschüchtert, glauben, nichts zu wissen oder möchten nicht, dass man sie fotografiert. Der Mann hingegen steht schon lauernd daneben und hofft, dass der Journalist ihn endlich um seine Meinung fragt...

So, nun freue ich mich erstmal riesig auf meinen Urlaub, denn morgen Abend bekomme ich Besuch von Mama, Max und Andre. Nach fast fünf Monaten endlich seine Familie wieder in die Arme nehmen zu können, das ist das Paradies!

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Streik und Militär

Heute war ein Tag, an welchem mir ein weiteres Mal bewusst geworden ist, dass ich nicht in einem europäischen, sondern einem Entwicklungsland bin, was ich aufgrund der Nähe zu den Studenten, die doch alle recht modern erscheinen, zu vergessen neige.
Seit einiger Zeit ist auf dem Unigelände Streik, wir haben drei Studentenverbände, die diesmal zusammen gegen die Einführung der Immatrikulation per Internet protestieren, ein System, welches dieses Jahr vom Rektorat eingeführt wurde und in Anbetracht der schlechten Internetverbindung und der fehlenden Informatikkenntnisse der jungen Menschen nicht unbedingt eine überlegte Entscheidung ist. Der Semesterbeginn sollte eigentlich bereits am 15. Oktober sein, bis heute haben die meisten Studenten noch immer nicht ihre Ergebnisse von letztem Jahr erhalten und der Streik der Studenten, ebenso wie der Streik der Professoren, die momentan höhere Gehälter einfordern, sorgt nicht für eine Verbesserung der Lage. Nun hat, weil die Studenten in ihrem revolutionären Temperament Reifen auf dem Campus angezündet haben und die Straße verbarrikadierten, die Regierung bzw. das Rektorat dafür gesorgt, dass unser Unigelände Tag und Nacht von Militärs besetzt wird. Offiziell hieß es, die Soldaten dürfen nur während der Tageszeit für Ordnung sorgen, doch unsere Presse hat herausgefunden, dass sie bereits ein Gebäude auf dem Campus bewohnen, unsere Freiheit ist dahin.

Heute hatten die 3 Gewerkschaften der Studenten, die sich gegen die “Inscription en ligne” vereint haben und auch entschieden haben, dass Streik ist, wie schon seit dem 26. Oktober einen “Campus-mort”-Tag ausgerufen, also einen Tag, an welchem kein Student auf dem Campus im Sinne seines Studiums agiert. Unglücklicherweise sind ausgerechnet heute hunderte neuer Abiturienten an die Uni gekommen, die sich einschreiben und ihre Studenten-ID abholen wollten. Dies gefiel unseren Vereinigungen gar nicht, schließlich war Streik und so sind sie, bewaffnet mit Peitschen und einiger Aggression gegen die Gruppierungen vorgegangen, um die Menschen dazu zu bewegen, auseinander zu gehen. Das Militär wiederum, noch um einiges mehr bewaffnet als die Studenten-Repräsentanten, soll auf Anweisung der Regierung für Ruhe sorgen und ist somit gegen die Streikenden vorgegangen, bis schließlich Tränengas eingesetzt wurde und wohl auch Schüsse gefallen sind. Der Präsident der einen Gewerkschaft wurde verletzt, man vermutet, er wurde angeschossen.

Als ich dann heute Abend mit Anna zum Redaktionsgebäude ging, war davor eine Menschenmenge versammelt und das Fernsehen war gerade dabei, den verletzten Präsidenten zu interviewen, schon nach wenigen Minuten stellte sich das Militär bedrohlich, zwar in einiger Entfernung, jedoch mit deutlicher Aussagekraft um unsere Ansammlung auf. Es hat mich wirklich mitgenommen, wie deutlich hier die Pressefreiheit unterdrückt wird. Wir hatten ein so ungutes Gefühl, dass wir nicht im Pressegebäude bleiben wollten, obwohl es nach Aussage der Studenten bisher noch nie gestürmt wurde.
Mittlerweile hat sich die Lage entspannt, doch vorerst nur für heute, denn es wurde angekündigt, dass die Studenten nicht aufgeben wollen. Es sei infrage gestellt, inwieweit man der Bewegung auf dem Campus recht geben kann und auch ob die von ihnen angewandten Mittel einer intellektuellen Gesellschaftsschicht entsprechen, ebenso ob ihre Hintergründe nicht viel mehr finanzieller Natur sind, als der Wille, die Immatrikulation für die Studenten so leicht wie möglich zu machen...
Aber eine derart öffentlich Bedrohung der Grundrechte, ein Einschnitt der Freiheit durch das Militär, die Verbreitung von Angst und Schrecken durch das bereitwillige Anwenden von Gewalt sind absolut nicht gerechtfertigt.
Das schlimmste an allem ist jedoch, dass keiner hier seine Interessen aus Idealen vertritt, jedenfalls nicht ausschließlich, sondern dass man letztlich immer wieder erfahren muss, wie jede Handlung auf Korruption und unterschwelliger Erpressung basiert. So sind die Konflikte noch um einiges schwieriger zu lösen, oder aber auch leichter, denn letztlich braucht es nur ein wenig Geld von Seiten der Regierung, sofort werden die Gewerkschaften ihren Streik niederlegen und die Inscription en ligne hat plötzlich erstaunlich wenige Nachteile. So trägt die Korruption zur Befriedung der Menschen bei.

Was unser Privatleben angeht, so haben wir jetzt Haustiere im Bad: jede Nacht besuchen uns Riesenmäuse, die wir zuerst für Ratten gehalten haben und welche durch die Rohre zu uns kommen, um im Bad zu übernachten. Jeden Morgen ist dann die große Überraschung, was unsere Begleiter angestellt haben: Lappen in die Leitung gezogen, Fische und Bleistiffe angeschleppt. Auch eine Tatsache, an die man sich gewöhnen muss, wenn beim Zähneputzen plötzlich eine Maus auf dich zu rennt :-)

Donnerstag, 12. November 2009

Hierarchie gleich Qualität

Immer wieder werde ich hier in Benin mit einer Denkweise konfrontiert, mit der umzugehen mir reichlich schwer fällt: uneingeschränkter Respekt gegenüber der Obrigkeit ! Achtung der festgelegten Hierarchie !
Es gilt, strikte Regeln zu befolgen, Regeln, deren Sinnhaftigkeit nicht in Frage gestellt wird, von niemandem. Ich bin kein Mensch, dem es schwer fällt, mich Gesetzen und Gepflogenheiten anzupassen, doch mein Verständnis hört dann auf, wenn die Effizienz einer Arbeit aufgrund stumpfsinniger Befolgung von Anordnungen leidet. So sollte ich beispielsweise vor einiger Zeit einen Artikel abtippen, war in der Redaktion und hatte reichlich Zeit, dies zu tun. Die Umsetzung scheiterte schließlich daran, dass der Sekretär der Redaktion mich darauf hinwies, dass ich den einzigen freien Computer leider nicht benutzen könne, denn dies sei der Computer der Redaktionsvorsitzenden. Zudem dürfe ich mich auch nicht auf den Stuhl neben ihm setzen, denn dieser sei einzig und allein für den DP (den großen Chef der Zeitung) vorbehalten. Ich konnte also, trotz meiner Verfügbarkeit und meines Willens nicht arbeiten. Was mich so nachdenklich macht, ist das Nicht-Hinterfragen, doch nur durch Infragestellen der eigenen Werte kann man auch vorankommen, sich verbessern. Ich als Volontärin habe ganz klar einen anderen Stellenwert als die ausgebildeten Journalisten, was die Arbeit in der Redaktion betrifft, mir ist dies auch vollkommen klar, doch sollte man mich deshalb davon abhalten, besser zu werden, nur weil meine Position ein bestimmtes Niveau nicht überschreiten darf ?
Nachdem ich meinen ersten Artikel bei unserem Redaktionschef abegeben hatte, wurde mir gesagt, dass meine Sätze zu kompliziert geschrieben seien, dass ich aus zwei Sätzen vier machen solle, denn die schwierigeren Artikel seien den Chefs vorbehalten. Für mich als Praktikant bestehen die Sätze aus Subjekt, Verb und Objekt, dies ist die Regel, ungeachtet der Frage, ob ich besser schreiben kann oder nicht. Ich muss ehrlich gestehen, dass mir hinsichtlich dieser Logik manchmal die Worte fehlen.
In persönlichen Gesprächen mit den Vorsitzenden, die ja selbst alle Studenten und somit wenig älter sind als ich, kristallisiert sich dann langsam deren Denkweise heraus: Es ist der Wille, zu zeigen, dass man Chef ist und der Gedanke, dass sich dies durch Hierarchie und strenge Regeln ausdrückt anstatt durch die Qualität der Arbeit. Während in Deutschland jeder Höhergestellte versucht, zu zeigen, dass er ein Mensch wie jeder andere ist, glaubt hier jeder, seine Position durch sein Verhalten deutlich machen zu müssen.
Durch diese Art zu handeln, verbauen sich die Studenten unbewusst den Weg der Entwicklung, des Vorankommens. Gestern beispielsweise hatten wir eine Radiosendung zum Thema Nationalsozialismus vorbereitet, alles war genauestens durchgesprochen und geplant. Doch weil derjenige, der unsere Sendung normalerweise leitet, nicht da war, sondern nur Journalisten, die nicht dem Radio angehören, wollten sie uns nicht auf Sendung gehen lassen. Wieder dasselbe Schema: zeigen, dass man Chef ist, ohne auf Inhalte, auf Qualitäten zu achten. Strikte Befolgung von Regeln.
Schwierig ist es immer, sich in solch einem Fall des Unverständnisses angemessen zu verhalten. Als Volontäre, die wir die neue Kultur kennen lernen, ist es in erster Linie unsere Aufgabe, uns an das Leben anzupassen, gleichzeitig fällt es aber auch schwer, seine Ideale aufzugeben.
So beispielsweise bin ich schon oft einem innerlichen Kampf ausgesetzt gewesen, wenn die Männer (studierte oder studierende Journalisten) anfangen, über die Frauenrolle zu reden. Die Mehrheit gesteht den Frauen ja immerhin netterweise zu, arbeiten zu gehen. Doch klar ist, und das wurde mir nicht nur einmal gesagt, dass der Mann der Herr im Haus ist, der Hauptverantwortliche, die Respektsperson. Dass der Mann, wenn er die Zeit findet, der Frau ja auch gerne MAL im Haushalt helfen kann, doch eigentlich ist die Küche für sie vorgesehen, auch wenn sie nebenbei Geld verdient...
Solche Aussagen machen nicht nur traurig, sondern lassen mich auch schlicht und ergreifend verzweifeln. Wie sollen die Frauen erreichen, respektiert zu werden, wenn in den Köpfen der Männer derart feste und hohe Mauern aufgebaut sind, die kein noch so überzeugendes Argument einstürzen kann ? Ich muss mich extrem beherrschen, wenn ein Mann mir dann ganz großzügig erzählt, dass er ja auch niemals eine Frau schlagen würde. Frauen sind schwächer, können nicht so viel leisten, sind weniger intelligent (was ja kein Wunder ist, wenn diese in der Küche stehen müssen, während ihre bessere Hälfte sich intellektuell bilden kann) - Weisheiten der Studenten.

Doch trotz der unzähligen Diskussionen und erneuten Problemen bezüglich unserer Unterkunft (ich wohne jetzt mit Anna zusammen und eigentlich sollten wir schon wieder umziehen, haben uns aber geweigert) gefällt es mir sehr sehr gut an der Uni. Nachdem ich letzte Woche für fünf Tage verreist war, um die Deutschen Kulturwochen im Norden Benins bei anderen Freiwilligen zu feiern, habe ich gemerkt, wie sehr ich unsere Freunde und unser Leben in Abomey-Calavi jetzt schon vermisse.
Wir sind umgeben von lieben Menschen, die sich kümmern, wenn ich mal wieder Malaria habe und bei sämtlichen anderen Befindlichkeiten, die mit uns feiern, mit uns reden und mit uns arbeiten.

Montag, 12. Oktober 2009

Entwicklung - wohin ???

Nachdem ich nun mehr als einen Monat in Benin hinter mir habe, bin ich endlich auch mit dem Herzen voll und ganz angekommen. Ich fühle mich sehr wohl an der Uni, bin eigentlich immer mit irgendwelchen Studenten unterwegs, die ich fast schon als meine Freunde bezeichnen würde. Seit ca. einer Woche ist unser Mitbewohner Micha nicht mehr in Benin und Anna und ich sind vorerst zu zweit, was der Harmonie zwischen uns sehr gut tut. Zusammen mit den Studenten unternehmen wir ziemlich viel, da ja Cotonou, die inoffizielle Hauptstadt Benins nicht weit enfternt liegt. So waren wir am Wochenende auf einem Blues-Konzert im französischen Kulturzentrum, auf einer Ausstellung von afrikanischen Künstlern, im wilden Meer baden und Anna war sogar live beim Fußballspiel Ghana gegen Benin. Mit Freude wurde dann Benins Sieg gegen die eigentlich stärkeren Ghanaer, so wurde mir berichtet, gefeiert.
Den Sonntag habe ich schließlich damit verbracht, meine Wäsche zu waschen, denn eine Waschmaschine, wie wir sie kennen, gibt es hier eher nicht. So war ich, bewaffnet mit drei Eimern und undendlich viel Waschpulver, dabei, zu versuchen, das Grau aus meinen vielen weißen Sachen zumindest ein bisschen herauszuwaschen - mit mäßigem Erfolg. Das Ganze endete schließlich mit blutigen Fingern und der Entscheidung, das nächste mal mit dem Waschen nicht erst nach einem Monat zu beginnen. Dennoch ist mir aufgefallen, dass die Situation der Unterentwicklung nicht nur Nachteile mit sich bringt. Im Flur zu stehen und seine Wäsche zu schrubben, bedeutet auch, dass irgendjemand dir auf jeden Fall Gesellschaft leisten wird. Zumindest ein Teil der Industiralisierung und Technisierung führt die Einsamkeit mit sich, wird die Menschen letztlich unglücklicher machen, als ich sie momentan hier trotz all der Armut erlebe. Es sei mir die Frage gestattet, ob die Modernisierung und die Anpassung der dritten Welt an europäische Standards ein Ziel ist, welches man uneingeschränkt verfolgen sollte.
Ich sehe die Gefahr, dass auch hier irgendwann jeder nur noch ein Individualist sein wird, wenn ihm die Mittel gegeben werden. Dass auch hier in einigen Jahrzenten jeder zweite einen Psychologen braucht, weil die Moderne mit der Isolation einhergeht.
Ohne Frage muss trotzdem etwas getan werden. Es gibt Probleme, vor allem im Umweltsektor, die Anna und mich sehr beschäftigen und die wir nicht tatenlos ansehen können. In Benin wirft jeder seine Abfälle auf die Straße, denn Mülleimer existieren nicht oder werden gestohlen. So liegen selbst auf dem Campus Berge von Müll, welche dann nach gewisser Zeit angezündet werden, da man sich ihrer nicht anders entledigen kann.
Unsere Idee ist nun, Geld für ein Anti-Müll-Projekt zu sammeln. Wir werden ein Aktion ins Leben rufen, bei welcher alle Studenten die Abfälle auf dem Campus einsammeln und anschließend Mülleimer aufstellen, um die Studenten peu à peu zu sensibilisieren. Wenn ihr Ideen oder Connections habt, die uns helfen, dieses Projekt zu realisieren, schreibt mir bitte unbedingt. Einige von euch sind ja auch bei den Grünen aktiv und ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn ihr schonmal anfragen könntet, ob Interesse an finanzieller Hilfe besteht.
Selbstverständlich sind auch Schulen und Unis keine uninteressanten Ansprechpartner.
Danke für eure Hilfe und bis bald !