Donnerstag, 17. September 2009

Abwechslung im Gästehaus

Heute haben wir, ohne uns sehr zu wundern, erfahren, dass es vor dem Wochenende keine Möglichkeit mehr für unseren Umzug geben wird. Die Universitätspresse tut zwar nach eigenen Aussagen, was sie kann, dennoch haben sich dabei bisher nicht wirklich Resultate gezeigt. Mir ist selbstverständlich klar, dass ich als weltwärts-Freiwillige nicht hier in Benin ankommen kann und dann von meiner Partnerorganisation fordere, dass sie -wie wir Klischee-Deutschen- vollkommen organisiert ist. Aber es fällt mir auch schwer, ruhig zu bleiben und auf afrikanische Weise zu lächeln, wenn das Seil, an welchem man in der Luft hängt, sich immer enger um die Kehle schnürt.

Wir versuchen, uns jeden Tag mit neuen Methoden abzulenken (heute sind wir mit Hugues ins DED-Büro gefahren und haben ein bisschen mitgeholfen), aber letztlich ist es nicht das, was unsere Erwartungen erfüllt. Zum Glück wohnen wir immerhin im Gästehaus, welches eine interessante Fluktuation zu bieten hat, und somit treffen wir fast täglich auf neue Menschen, auch Freiwillige,
die zum Beispiel zum Wählen nach Cotonou kommen.
Mit den beiden, die gerade da sind, werde ich dann wohl morgen gen Norden fahren, um ein bisschen was vom Land zu sehen und mir die Zeit zu vertreiben.

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